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Blumenwanze (Anthocoris nemorum)

Nützlicher Räuber
Die Blumenwanze trägt ihren Namen wohl, weil sie mehrfach beim Nektarnaschen beobachtet wurde. Doch die Bezeichnung Raubwanze trifft eher zu, denn auf ihrem Speiseplan stehen Blattläuse und Thripse sowie deren Eierund Larven. Mit ihrer Vorliebe für Spinnmilben gehört sie zu den Freunden vieler Obstgärtner.

Erscheinung
Die bis zu 5 mm großen Blumenwanzen erkennen wir am kleinen Kopf und deren lederartig abgeplatteten Vorderflügeln. Meist sind Beine und Vorderflügel gleichermaßen gelb-braun gemustert. Sie begegnen uns in den Wäldern, Parks und Gärten Europas, aber auch in Nordafrika und Nordasien.

Häufigkeit/Fortpflanzung
Zwei Wanzen-Generationen pro Jahr sind möglich, jedoch nur befruchtete Weibchen können unter der Borke oder im Laub überwintern.
Ein Weibchen legt bis zu 200 Eier im Blattgewebe ab, aus denen sich ovale rotbraune hungrige Larven entwickeln,
die selbst bis zu 4 mm groß werden.

Besonderheiten
Ohne Puppenstadium entwickelt sich das Insekt nach Ausbildung der Flügel direkt aus der Larve. Bei Annäherung eines Feindes scheidet die Wanze ein Berührungsgift aus, welches andere Insekten tötet, die großen Feinde aber kaum beeindruckt. Diesem Verhalten hat sie offensichtlich den schlechten Ruf als "Stinkwanze" zu verdanken. Gleichzeitig sind Blumenwanzen selbst sehr empfindlich gegenüber chemischen Pflanzenschutzmitteln.

Wie können wir sie schützen?
Als Winterquartiere eignen sich Schnittholzhaufen, Trockenmauerwerk aber auch "Insektenhotels" - Hartholzscheiben mit waagerechten Löchern oder auch mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe.
Viele Insekten überwintern in Jalousiekästen, unter der Wandverkleidung, auf Böden oder in Kellern. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln vertreibt diese Nützlinge aus dem Garten.
 
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